Sensibles Mutter-Tochter-Drama „Wunschkind“

Sensibles Mutter-Tochter-Drama – Wunschkind –

Ein 17-Jähriger Teenager erfährt von ihrer Adoption.

Der neue TV-Film – Wunschkind – über den emotionalen Konflikt eines Adoptivkindes zwischen Pflegeeltern und leiblicher Mutter. Die 17-Jährige Carolin (Carolyn Genzkow) und ihre Mutter (Kirsten Block) sind harmonischer wie es kaum sein könnte.

Wunschkind film TV Adoption

Das Mutter-Tochter-Gespann aus erfolgreicher Kinderärztin und pubertierenden Schülerin hält etwas Besonderes zusammen. Seit dem Tod des Vaters ist die Beziehung der beiden noch enger geworden und Carolin möchte auch einmal Ärztin werden.

An ihrem 17. Geburtstag jedoch findet Carolin jedoch heraus, dass die Kinderärztin Claudia Kayser gar nicht ihre leibliche Mutter ist und sie adoptiert wurde. Im völligen Gefühlchaos macht sich Carolin allein auf die Suche und wird schließlich mit Hilfe des Jugendamtes fündig.

Das Wunschkind findet Adoptivmutter.

Ihre Mutter heißt Chantal (Julia Brendler), ist Mitte 30, chronisch pleite, aber immer gut drauf. Sie führt ein lockeres Leben ohne familiäre Verpflichtungen und hält sich als Kosmetikerin eines kleinen Friseursalons auf dem Hamburger Kiez über Wasser. Carolin zeigt sich von der unbekümmerten Art Chantals fasziniert und beeindruckt, ist sie doch so ganz anders als die hanseatisch zugeknöpfte, ihre Gefühle stets unter Verschluss haltende Claudia. Der Versuch, ihre beiden Mütter miteinander bekanntzumachen, endet im Eklat. Carolin fühlt sich hin- und hergerissen und muss letzten Endes doch wieder eine Enttäuschung hinnehmen.

Wunschkind film TV Adoption

Das fast 90-minütige Drama von Stephan Meyer geht unter die Haut und bietet dem Zuschauer eine gute Mischung aus Witz und Gefühl. Der Regisseur und Drehbuchautor, der u.a. schon für den Tatort tätig war, schafft es den emotionalen Konflikt zwischen Pflegeeltern und leiblicher Mutter, den ein (Wunschkind) Adoptivkind durchläuft, zu vermitteln.

Die 20-Jährige Hauptdarstellerin Carolyn Genzkow spielte bereits in diversen TV-Serien („Tatort“, „Alarm für Cobra 11“, „Der Kriminalist“, „Doktor Martin“) und hielt u.a. Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises 2010 und den Grimme Preis 2011. Sie lebt heute in Hamburg-Eimsbüttel. Die „Pflegemutter“ Kirsten Block ist ebenfalls aus zahlreichen TV-Produktionen bekannt. Neben ihrer ebenso intensiven Tätigkeit beim Theater wirkte sie mittlerweile in über hundert Film- und Fernsehproduktionen (u.a. „Frei nach Plan“, „Lila, Lila“, „Tatort“) mit.

Die deutsche Schauspielerin und „leibliche Mutter“ Julia Brendler wurde schon mit 14 Jahren entdeckt und erhielt für ihren ersten Film „Verboten Liebe“ prompt den hessischen Filmpreis. Seitdem arbeitet sie sowohl für das Fernsehen als auch fürs Kino. Zu ihren zahlreichen Filmen zählen u.a. „U.F.O.“, „Phantomschmerz“ und „Dolphins“. Sie lebt und arbeitet heute in Berlin.

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